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Reiseplanung & Reiseinspiration

Safari in Afrika: Wo am besten?

  • Paula Ring für Reiseberatung für Safaris in Afrika Paula Ring
  • Veröffentlicht: 18.08.26
Zwei Elefanten am Flussufer im Nationalpark in Sambia

Wenn mich jemand fragt, wo man in Afrika am besten auf Safari geht, lautet meine Gegenfrage: Was wünschen Sie sich von Ihrer Reise? Möchten Sie morgens aufwachen und schon beim ersten Kaffee Elefanten am Wasserloch beobachten? Träumen Sie von den endlosen Ebenen der Serengeti, von einer Begegnung mit Berggorillas im dichten Regenwald oder von einer Landschaft, in der stundenlang nichts zu sehen ist außer Wüste, Felsen und Himmel?

Lesezeit: etwa 13 Minuten

Ich selbst müsste bei dieser Frage wahrscheinlich mit Botswana antworten, vor allem wegen meiner großen Liebe zu Elefanten. Aber genau deshalb wäre es eben meine Antwort und nicht automatisch Ihre. Denn es gibt nicht die eine perfekte Safari. Es gibt nur die Safari, die zu Ihnen passt, und genau das herauszufinden ist für mich einer der schönsten Teile unserer Beratung.

Das eine "beste Safari-Land in Afrika" gibt es nicht. Für eine erste Safari mit hoher Tierdichte sind Kenia und Tansania eine hervorragende Wahl. Wer Weite, Ruhe und wenige Fahrzeuge sucht, wird Botswana, Simbabwe oder Sambia lieben. Südafrika und Namibia eignen sich besonders gut für Selbstfahrer und Familien, Ruanda und Uganda für alle, die einmal Berggorillas begegnen möchten.

Die beliebtesten Safari-Länder in Afrika im Überblick

Jedes unserer Safari-Länder hat seinen eigenen Charakter. Der Unterschied liegt oft gar nicht darin, ob Sie Löwen oder Elefanten sehen, sondern wie Sie ihnen begegnen. Stehen Sie mit mehreren Fahrzeugen an einer Sichtung oder auf einer privaten Konzession fast allein? Beobachten Sie vom Jeep, vom Boot oder zu Fuß?

Safari-Länder Afrikas im Vergleich
Land Wofür es steht Ideal für Beste Reisezeit Empfohlene Dauer
Kenia Große Tierwanderung, Nashörner, Strand ohne Inlandsflug Erstbesucher, Familien, Fotografen Juli bis Oktober, auch Januar bis März 10 bis 14 Tage
Tansania Serengeti, Ngorongoro Krater, Sansibar Einsteiger, Tierbegeisterte, Flitterwöchner Juni bis Oktober 9 bis 12 Tage
Südafrika Kruger Nationalpark, malariafreie Reservate, Garden Route Einsteiger, Familien, Selbstfahrer Mai bis September, Kapstadt Oktober bis März 14 bis 22 Tage
Botswana Okavango Delta, private Konzessionen, Mokoro Wiederholungstäter, Ruhesuchende, Fotografen Mai bis Oktober 9 bis 12 Tage
Namibia Wüste, Weite, Etosha Nationalpark Selbstfahrer, Fotografen, auch Einsteiger Mai bis Oktober 13 bis 16 Tage
Ruanda Gorillas, Vulkanlandschaft, hochwertige Lodges Paare, Zeitknappe, als Ergänzung Juni bis September, Dezember bis Februar 5 bis 8 Tage
Uganda Gorillas und Schimpansen, günstigere Permits Aktive, Abenteuerlustige, Preisbewusste Juni bis September, Dezember bis Februar 10 bis 14 Tage
Sambia Walking Safaris, wenig besuchte Parks Abenteuerreisende, Zweit- und Drittsafaris Mai bis September 10 bis 12 Tage
Simbabwe Hwange Nationalpark, Elefanten, sehr gute Guides Elefantenfans, Wanderfreunde, auch Einsteiger Mai bis Oktober 10 bis 13 Tage

Natürlich wird eine solche Tabelle keinem dieser Länder wirklich gerecht. Aber sie hilft dabei, aus neun Möglichkeiten vielleicht erst einmal zwei oder drei zu machen.

Welches Safari-Land ist das beste für mich?

Wenn Sie uns anrufen, fragen wir deshalb nicht als Erstes nach einem bestimmten Land. Viel spannender ist für uns die Frage: Was sehen Sie vor sich, wenn Sie an Ihre Safari denken?

Manche erzählen von riesigen Herden bis zum Horizont. Andere möchten eine Sichtung nicht mit zwölf Fahrzeugen teilen oder träumen davon, selbst am Steuer durch Namibia zu fahren. Und bei Familien hören wir oft: Die Kinder sollen schnell etwas erleben und nicht nach zwei Stunden Fahrt fragen, wann sie endlich aussteigen dürfen.

Aus solchen Vorstellungen ergibt sich oft erstaunlich schnell, welches Land wirklich passt.

Wo ist die schönste Safari in Afrika?

Mit Rankings tue ich mich schwer, denn Schönheit bedeutet auf Safari für jeden etwas anderes. Deshalb lieber vier Bilder aus vier ganz unterschiedlichen Ländern.

Namibia ist für mich Landschaft in ihrer eindrucksvollsten Form: die Dünen von Sossusvlei am frühen Morgen, wenn eine Seite leuchtet und die andere noch im Schatten liegt, und die Weite des Damaralands, in der über lange Strecken nichts kommt außer Fels, Staub und Himmel.

Tansania entspricht dem Bild, das viele vor Augen haben, wenn sie an eine klassische Safari denken: endlose Ebenen, Schirmakazien im Gegenlicht und der Ngorongoro Krater, in den man vom Kraterrand hinunterschaut wie in eine eigene kleine Welt.

Botswana ist Wasser mitten in der Trockenheit und liegt mir besonders am Herzen. Während meines Studiums durfte ich sechs Wochen im Okavango Delta verbringen, und an die Fahrten im Mokoro denke ich bis heute: Man sitzt tief über dem Wasser, der Poler bewegt das Boot fast lautlos durch das Schilf, und außer Fröschen und Vögeln hört man nichts.

Südafrika begeistert durch seine Vielfalt: Kapstadt, die Weinregion, die Garden Route und dazu einige der bekanntesten Wildreservate des Kontinents. Ich habe während meines Auslandssemesters dort gelebt und jede freie Minute genutzt, um mehr zu entdecken.

Wer möglichst viel sehen möchte, aber keine langen Fahrtage mag, legt größere Strecken gut mit kleinen Maschinen zurück: Flugsafaris.

Welches afrikanische Land eignet sich am besten für Wildtiersafaris?

Wenn es vor allem um Tiere geht, würde ich zwei Dinge trennen: die reine Tierdichte und die Art, wie Sie den Tieren begegnen möchten.

Wo sieht man die meisten Tiere? Kenia und Tansania. Die Masai Mara und die Serengeti beherbergen große Tierbestände, in der Trockenzeit sammeln sich viele Tiere zusätzlich an den verbliebenen Wasserstellen. Die Große Tierwanderung ist dabei nur ein Teil, denn beide Regionen sind auch außerhalb der Wanderungszeiten ausgesprochen tierreich. Mehr Infos zur Great Migration in Tansania und Kenia.

In Botswana, Simbabwe und Sambia sind die Herden meist kleiner. Man sucht, liest Spuren, hört Alarmrufe und fährt vielleicht eine Weile, ohne dass viel passiert. Umso intensiver ist der Moment, wenn plötzlich ein Leopard im Gras auftaucht. In privaten Konzessionen darf zudem häufig abseits der Wege gefahren werden, und Nachtpirschfahrten sind möglich.

Wer gezielt die Big Five sehen möchte, sollte besonders auf die Nashornbestände achten. Alle fünf Arten kommen in mehreren Ländern vor, das Nashorn macht jedoch oft den Unterschied. Kenia engagiert sich seit Jahrzehnten stark im Nashornschutz und verfügt über mehrere Schutzgebiete mit Spitzmaul- und Breitmaulnashörnern. Auch Südafrika und Namibia haben bedeutende Bestände. In Botswana und Sambia sind Nashornsichtungen deutlich seltener.

Eine ganz andere Form der Tierbegegnung ist das Gorilla-Trekking in Ruanda oder Uganda. Welche der beiden Destinationen besser zu Ihnen passt, vergleichen wir ausführlich in Uganda vs. Ruanda.

Eines sage ich unseren Gästen immer deutlich: Wildtiere bleiben Wildtiere. Niemand kann Ihnen einen Leoparden versprechen. Wir können aber Reisezeit, Region und Camps so wählen, dass die Voraussetzungen gut sind. Passende Reisen unter Wildlife Safaris und Jeepsafaris.

Welches Safari-Land eignet sich am besten für Selbstfahrer?

Für eine Safari auf eigene Faust sind Namibia und Südafrika die klaren Favoriten.

In Namibia fahren Sie überwiegend auf gut ausgeschilderten Straßen und Schotterpisten. Die Entfernungen sind groß, dafür ist wenig Verkehr unterwegs und die Fahrt zwischen zwei Lodges wird selbst zum Erlebnis. Südafrika ist noch unkomplizierter: Im Kruger Nationalpark gehen Sie mit dem eigenen Mietwagen auf Pirsch und entscheiden selbst, wie lange Sie an einer Sichtung bleiben.

Dabei sollte man wissen: Selbst fahren bedeutet auch, selbst suchen zu müssen. Ein erfahrener Guide erkennt Spuren, hört Alarmrufe und weiß vielleicht noch, wo eine Leopardin am Vortag lag. Viele unserer Gäste kombinieren deshalb beides: Einige Etappen fahren sie selbst und für besondere Safaritage steigen sie mit einem Guide ins Fahrzeug.

Unser Kollege Andreas erklärt die Unterschiede ausführlich im Artikel Selbstfahrer-Safari oder geführte Safari mit Guide. Unsere Routen finden Sie außerdem unter Selbstfahrer Reisen.

Wo ist der sicherste Ort in Afrika für eine Safari?

Diese Frage wird uns häufig (manchmal etwas vorsichtig) gestellt, dabei ist sie absolut berechtigt.

Eine pauschale Rangliste der sichersten Safari-Länder wäre allerdings wenig sinnvoll, denn die Lage unterscheidet sich regional und kann sich im Laufe der Zeit verändern. Für uns sind deshalb die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts die Grundlage. Wir empfehlen, dort vor der Buchung und noch einmal kurz vor der Abreise hineinzuschauen. Wie sich die Lage vor Ort konkret anfühlt, haben zwei Kolleginnen aufgeschrieben: Maria und Evelyn in Uganda und Ruanda.

Was wir aus unserer täglichen Arbeit sagen können: Die klassischen Safarigebiete unserer Reiseländer sind touristisch gut erschlossen, und die Camps und Lodges, mit denen wir zusammenarbeiten, haben eingespielte Abläufe für Transfers, medizinische Notfälle und Erreichbarkeit. Regionen mit aktuellen Warnungen berücksichtigen wir bei der Planung, und während Ihrer Reise sind wir über unser 24-Stunden-Notfalltelefon erreichbar.

In der Praxis beschäftigen unsere Gäste ohnehin andere Themen: Malaria-Prophylaxe, das richtige Verhalten im Camp und eine gute Reiseversicherung. Für die medizinische Vorsorge empfehlen wir eine rechtzeitige Beratung bei einem Reisemediziner oder Tropeninstitut, da die Empfehlungen von Region, Jahreszeit und persönlicher Situation abhängen.

Welche Safari-Länder eignen sich für entspanntere Safaris?

Safari bedeutet oft frühes Aufstehen, viele Eindrücke und längere Fahrtage. Wer es ruhiger möchte, muss dafür nicht unbedingt ein anderes Land wählen. Viel wichtiger ist die Planung, und drei Dinge machen dabei den größten Unterschied.

Mehr Nächte pro Camp: Zwei sind oft das Minimum, drei fühlen sich deutlich entspannter an. Man packt weniger, kommt wirklich an und erkennt die Umgebung und manchmal sogar einzelne Tiere wieder.

Fliegen statt lange fahren: Gerade in Botswana, Sambia oder im Süden Tansanias lassen sich Camps gut mit kleinen Flugzeugen verbinden. Morgens und nachmittags bleibt Zeit für Aktivitäten, dazwischen genießen Sie das Camp.

Safari und Meer kombinieren: Nach intensiven Tagen im Busch tun ein paar ruhige Tage am Wasser einfach gut. Besonders schön funktioniert das mit Sansibar nach Tansania, Diani Beach nach Kenia oder Mosambik nach einer Reise durch Botswana, Simbabwe oder Südafrika.

Ideen dazu unter Bush and Beach Safaris, Luxus Safaris, Luxus Lodges in Afrika und Honeymoon Safaris.

Welche Safari-Länder eignen sich am besten für Familien mit Kindern?

Für Familien ist Südafrika häufig die unkomplizierteste Wahl. Mehrere Reservate gelten als malariafrei, darunter Pilanesberg und Madikwe im Nordwesten, die Waterberg-Region sowie private Reservate am Ostkap. Die Anreise unterscheidet sich je nach Region: Pilanesberg erreichen Sie in gut zwei Stunden von Johannesburg, nach Madikwe sind es eher vier bis fünf, die Reservate am Ostkap liegen bei Gqeberha. Ob für Ihre Route eine Malaria-Prophylaxe empfohlen wird, klären Sie bitte mit einem Reisemediziner.

Kenia ist nicht malariafrei, punktet für Familien aber mit hoher Tierdichte, familienfreundlichen Lodges und kurzen Wegen. Gerade mit jüngeren Kindern macht es einen riesigen Unterschied, ob schon kurz nach der Abfahrt die ersten Giraffen auftauchen. Namibia eignet sich ebenfalls gut, vor allem wenn die Kinder etwas älter sind.

Mindestens genauso wichtig wie die Wahl des Landes sind die Details: Welche Altersgrenzen gelten für Pirschfahrten? Gibt es Familienzimmer? Wie lange dauern die Fahrtetappen? Hat das Camp einen Pool und gibt es Aktivitäten speziell für Kinder?

Unsere Erfahrungen dazu stehen im Artikel Safari mit Kindern, passende Reiseideen finden Sie unter Familien Safaris.

Die Safari-Länder Afrikas im Porträt

Jedes Safari-Land hat seine Stärken. Und weil zu einer ehrlichen Beratung für uns auch gehört zu sagen, wann ein Ziel weniger gut passt, finden Sie bei jedem Land genau diesen Hinweis.

Kenia

Kenia ist für viele der erste Kontakt mit Afrika und ich kann gut verstehen, warum: Die Masai Mara ist ab etwa Juli einer der großen Schauplätze der Tierwanderung. Im Amboseli Nationalpark ziehen Elefanten durch die Ebene, dahinter erhebt sich der Kilimandscharo. Wenn der Berg am frühen Morgen frei ist, entsteht eines dieser Safaribilder, die man nie vergisst.

Besonders berührt hat mich der Norden des Landes. Rund um Samburu wird die Landschaft trockener, karger und weiter, und dort leben Tiere, die man weiter südlich kaum sieht: Grevyzebras, Netzgiraffen, Oryx und Somali-Strauße. Hier liegt auch das Reteti Elephant Sanctuary, in dem verwaiste Elefantenkälber aufgezogen werden. Ich habe dort selbst einen Elefanten adoptiert und ihn auf meiner Reise besucht. Allein deshalb bleibt Samburu für mich etwas Besonderes. Über diesen Teil des Landes habe ich auch in unserem Webinar Ungezähmtes Kenia erzählt.

In einigen privaten Schutzgebieten lernen Gäste zudem die Ranger-Teams kennen, die Nashörner schützen, und Reitsafaris sind hier möglich, was längst nicht überall gilt. Wer danach ans Meer möchte: Die Küste am Indischen Ozean lässt sich unkompliziert und ohne Inlandsflug einbauen.

Weniger geeignet für: Wer absolute Abgeschiedenheit sucht, sollte in der Mara auf private Konzessionen ausweichen oder gleich in den Norden fahren.

Mehr dazu: Nationalparks in Kenia, Reiseinfos zu Kenia, Artikel: Kenia abseits der Massen, Ungezähmtes Kenia Webinar

Südafrika

Mit Südafrika verbinde ich auch persönlich viel, denn ich habe dort ein halbes Jahr gelebt.

Für Safari-Einsteiger ist das Land besonders spannend, weil die Möglichkeiten so vielfältig sind. Der Kruger Nationalpark und die angrenzenden privaten Reservate gehören zu den bekanntesten Big-Five-Gebieten Afrikas. In vielen privaten Konzessionen sind die Lodges klein, die Guides hervorragend ausgebildet und Pirschfahrten abseits der regulären Wege möglich.

Für Familien sind die malariafreien Reservate ein wichtiger Pluspunkt.

Was Südafrika für mich aber wirklich besonders macht, ist die Kombination mit allem, was außerhalb der Safari wartet: Kapstadt, die Weinregionen rund um Stellenbosch und Franschhoek, die Küste und die Garden Route. Man kann morgens auf Pirsch gehen, ein paar Tage später durch Weinberge fahren und die Reise am Meer ausklingen lassen.

Kaum ein anderes Land verbindet Safari, Landschaft, Stadt, Kulinarik und Küste so unkompliziert.

Weniger geeignet für: Wer das Gefühl unberührter Wildnis sucht, findet das in Botswana oder Sambia eher.

Mehr dazu: Nationalparks in Südafrika, Reiseinfos zu Südafrika, Luxus-Lodges in Südafrika, Ausflugstipps Western Cape, die Vielfalt Südafrikas im Webinar ansehen

Tansania

Wenn Menschen von ihrer ersten Safari träumen, sehen sie oft Bilder vor sich, die genau nach Serengeti in Tansania aussehen: offene Ebenen, Akazien und große Herden unter einem riesigen Himmel. Die Große Tierwanderung erleben Sie hier in verschiedenen Phasen: zu Jahresbeginn die Kalbungszeit im Süden, ab etwa Mai den Zug nach Norden.

Ein anderes Landschaftsbild bietet der Ngorongoro Krater, ein gewaltiger Kessel mit sehr hoher Tierdichte auf kleiner Fläche. Wer die Beine bewegen möchte, kann in der Region wandern, etwa am Empakaai Krater. Und weil die Entfernungen zwischen den Parks im Norden überschaubar sind, lässt sich eine privat geführte Jeep-Safari hier besonders schön gestalten.

Wer es ruhiger mag, sollte den Süden Tansanias im Blick behalten: Ruaha und Nyerere sind deutlich weniger besucht. Und danach warten die traumhaften Strände vor der Küste. Weißer Sand, warmes Wasser und Palmen.

Weniger geeignet für: Wer in der Hochsaison im Norden völlige Ruhe erwartet.

Mehr dazu: Nationalparks in Tansania, Reiseinfos zu Tansania, Tansania im Wandel, Tansanias Webinaraufzeichnung

Botswana

Botswana ist mein Herzensland. Das Okavango Delta ist ein riesiges Binnendelta mitten im südlichen Afrika und verändert sich mit dem Wasserstand ständig. An einem Tag gleiten Sie im Mokoro durch schmale Schilfkanäle, am nächsten geht es mit dem Geländewagen durch trockene Savanne. Gerade diese Mischung liebe ich.

Botswana setzt in vielen Regionen bewusst auf wenige Betten und kleine Camps. In privaten Konzessionen sind Nachtpirschfahrten, Walking Safaris und Bootsfahrten möglich, und an einer Sichtung stehen selten viele Fahrzeuge. Das hat seinen Preis, verändert das Erlebnis aber enorm.

Ganz anders sehen die Makgadikgadi Salzpfannen aus: Hier öffnet sich die Landschaft bis zum Horizont und man kann teilweise unter freiem Himmel übernachten. In der Regenzeit ziehen große Zebraherden Richtung Nxai Pan Nationalpark.

Weniger geeignet für: Reisende mit knappem Budget, denn Botswana gehört zu den hochpreisigeren Safari-Ländern.

Mehr dazu: Nationalparks in Botswana, Reiseinfos zu Botswana, Botswana, Sambia und Simbabwe im Vergleich, Webinar: Naturwunder Botswana

Namibia

Namibia fühlt sich wie Safari unter anderen Vorzeichen an. Natürlich gibt es Tiere, aber die Hauptrolle spielt die Landschaft: Sossusvlei, der Fish River Canyon, das Damaraland, die Skelettküste. Orte, an denen ich die Kamera auch dann nicht weglege, wenn weit und breit kein Tier zu sehen ist.

Im Etosha Nationalpark wird es dann klassischer. In der Trockenzeit sammeln sich die Tiere an den Wasserlöchern, statt zu suchen kann man einfach warten. Einige Lodges haben beleuchtete Wasserstellen: Abends sitzt man mit einer Decke davor und schaut, wer als Nächstes kommt. Wenn dann ein Nashorn aus der Dunkelheit auftaucht, ganz ohne Motorengeräusch, ist das ein besonderer Moment.

Weniger geeignet für: Wer vor allem möglichst viele Tiere in möglichst kurzer Zeit sehen möchte. Und für alle, die sich landschaftliche Vielfalt und üppige, grüne Ökosysteme wünschen. Namibia ist über weite Strecken Wüste, Halbwüste und Trockensavanne, das muss man mögen.

Mehr dazu: Nationalparks in Namibia, Reiseinfos zu Namibia, Luxus-Lodges in Namibia, Webinar Wüste und Weite in Namibia

Ruanda

Ruanda ist klein, unglaublich grün und lässt sich überraschend angenehm bereisen. Von Kigali bis zum Volcanoes Nationalpark sind es je nach Verkehr etwa zwei bis drei Stunden, was gerade für Reisende mit begrenzter Zeit ein großer Vorteil ist.

An den Hängen der Virunga-Vulkane leben die Berggorillas. Ein Gorilla-Trekking lässt sich kaum mit einer Pirschfahrt vergleichen: Man läuft durch dichte Vegetation, teilweise steil und auf feuchtem Untergrund, irgendwann gibt der Guide ein Zeichen, alle werden leiser, und plötzlich sitzt eine Gorillafamilie vor einem. Viele sprechen danach erst einmal gar nicht viel.

In den Bambuswäldern leben außerdem die seltenen Goldmeerkatzen, im Nyungwe Forest im Süden Schimpansen und verschiedene Affenarten. Das Gorilla-Permit kostet nach Angaben mehrerer Anbieter derzeit 1.500 US-Dollar pro Person (Stand August 2026).

Mindestens genauso berührt wie die Natur haben mich die Menschen. Wer sich mit dem Völkermord von 1994 beschäftigen möchte, findet in Kigali sehr sorgfältig gestaltete Gedenkstätten. Viele unserer Gäste erzählen später, dass gerade dieser Teil der Reise lange nachgewirkt hat.

Weniger geeignet für: Eine Reise, bei der ausschließlich klassische Savannensafaris im Mittelpunkt stehen sollen.

Mehr dazu: Nationalparks in Ruanda, Reiseinfos zu Ruanda, Ruanda Webinar

Uganda

Uganda verbindet Gorilla-Trekking mit einer erstaunlich abwechslungsreichen Rundreise. Die Berggorillas leben im Bwindi Impenetrable Nationalpark sowie im Mgahinga Gorilla Nationalpark, das Permit liegt nach Angaben mehrerer Anbieter bei 800 US-Dollar pro Person (Stand August 2026).

Im Vergleich zu Ruanda sind die Anfahrten länger und manche Trekkingrouten anspruchsvoller, man ist insgesamt abenteuerlicher unterwegs. Dafür wartet hinter jeder Region etwas Neues: Schimpansen im Kibale Forest, Baumlöwen im Ishasha-Sektor des Queen Elizabeth Nationalparks, die Wasserfälle des Nils bei Murchison Falls und mit dem Kidepo Valley einer der abgelegensten Nationalparks Ostafrikas. Wer Berggorillas und eine klassische Safari verbinden möchte, findet hier besonders viele Möglichkeiten.

Weniger geeignet für: Reisende, die lange Fahrten und unbefestigte Straßen möglichst vermeiden möchten.

Mehr dazu: Nationalparks in Uganda, Reiseinfos zu Uganda, Gorillas hautnah im Bwindi Impenetrable Nationalpark, Webinar Uganda Die Perle Afrikas

Sambia

Sambia empfehle ich Menschen, die schon die eine oder andere Safari erlebt haben und eine neue Perspektive suchen. Der South Luangwa Nationalpark gilt als Geburtsort der geführten Walking Safari, und zu Fuß verändert sich wirklich alles.

Plötzlich zählt nicht mehr nur, welches Tier vor Ihnen steht. Man nimmt Spuren wahr, riecht Pflanzen, hört bewusster und beginnt zu verstehen, was ein guter Guide aus unscheinbaren Zeichen liest: ein Abdruck im Sand, ein frisch abgebrochener Ast. Walking Safaris finden in kleinen Gruppen mit Guide und bewaffnetem Scout statt.

Die Parks sind deutlich weniger besucht als viele Gebiete Ostafrikas, die Camps sind klein, und in der Regenzeit schließen einige ganz. Sambia hat außerdem Anteil an den Viktoriafällen, wo bei passendem Wasserstand das Baden im Devil's Pool an der Abbruchkante möglich ist.

Weniger geeignet für: Die allererste Safari und Familien mit kleinen Kindern.

Mehr dazu: Reiseinfos zu Sambia, Unentdecktes Sambia & Malawi Webinar, Nationalparks in Sambia

Simbabwe

Simbabwe wird meiner Meinung nach immer noch unterschätzt.

Im Hwange Nationalpark kommen während der Trockenzeit große Elefantenherden an den Wasserstellen zusammen. Manchmal sitzt man einfach da und schaut minutenlang oder sogar stundenlang zu.

Dort habe ich auch einen meiner eindrucksvollsten Safarimomente erlebt: eine Begegnung mit einem Elefanten zu Fuß.

Kein Auto zwischen uns, keine Scheibe, nichts. Mein Herz hat ziemlich laut geklopft. Gleichzeitig durfte ich diesem riesigen Tier aus einer Perspektive begegnen, die ich nie vergessen werde.

Simbabwe ist außerdem für die hohe Qualität seiner Guides bekannt. Gerade auf Walking Safaris merkt man, wie viel Wissen, Erfahrung und Aufmerksamkeit dahinterstecken.

Dazu kommen die Viktoriafälle mit ihrem langen Panoramaweg auf der simbabwischen Seite und der Mana Pools Nationalpark am Sambesi. Dort lassen sich mit etwas Glück Elefanten beobachten, die sich auf die Hinterbeine stellen, um an höher gelegene Zweige der Albida-Bäume zu gelangen.

Weniger Besucher als in vielen berühmteren Regionen, hervorragende Tierbeobachtungen und sehr gute Guides: Für mich ist Simbabwe eines der spannendsten Safari-Länder überhaupt.

Weniger geeignet für: Reisende, denen ein besonders großes Angebot an Luxuslodges wichtig ist.

Mehr dazu: Faszination Simbabwe Webinaraufzeichnung, Reiseinfos zu Simbabwe, Nationalparks in Simbabwe

Wann macht man am besten eine Safari in Afrika?

Die beste Reisezeit hängt immer davon ab, wohin Sie reisen und was Sie erleben möchten.

In Ostafrika, also Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda, liegt die beste Zeit für klassische Safaris zwischen Juni und Oktober. In Kenia ist Juli bis Oktober besonders spannend, weil dann die Große Tierwanderung die Masai Mara erreicht, und auch Januar bis März ist trocken und tierreich. Die Regenzeiten fallen auf März bis Mai und Oktober bis November.

Ausschließen sollte man sie trotzdem nicht. Für Fotografen ist die grüne Jahreszeit mit sattem Grün, dramatischen Wolken und deutlich weniger Fahrzeugen sogar besonders reizvoll. Entscheidend ist, die passende Region zu wählen.

Für das Gorilla-Trekking in Ruanda und Uganda gelten eigene Fenster: Juni bis September und Dezember bis Februar, weil die Wege im Bergregenwald dann begehbarer sind.

Im südlichen Afrika, also Botswana, Namibia, Südafrika, Simbabwe und Sambia, ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober die klassische Safarizeit, die Regenzeit fällt auf November bis März. Im Juni werden die Nächte empfindlich kalt, gegen Oktober wird es sehr heiß. Dafür gibt es in der Shoulder Season oft attraktive Specials, und die Tierbeobachtungen sind auch während der Regenzeit gut.

Südafrika ist der Sonderfall: Für den Kruger empfehlen wir Mai bis September, für Kapstadt, Küste und Weinregion eher Oktober bis März.

Die einzelnen Monate und Länder vergleichen wir ausführlich in Die beste Reisezeit für Ihre Safari.

Wo bucht man am besten eine Safari?

Sie können eine Safari selbst zusammenstellen, gar keine Frage. Für Südafrika und Namibia funktioniert das mit etwas Rechercheaufwand gut. Sobald aber Inlandsflüge, Transfers, Permits und mehrere Camps zusammenkommen, wird es schnell verzwickt. Ein Flug in Botswana, der sich um zwei Stunden verschiebt, bringt die ganze Kette ins Wanken, und ein Gorilla-Permit ist an ein festes Datum gebunden.

Dazu kommt etwas, das sich von außen kaum recherchieren lässt: Camps sind sehr unterschiedlich. Manche sind klassisch und komfortabel, andere ganz reduziert und nah an der Natur. Manche legen den Schwerpunkt auf Pirschfahrten, andere auf Walking Safaris, Boots- und Mokorofahrten oder auf Familien mit Kindern. Wir wählen deshalb nicht nach Kategorie aus, sondern danach, was Sie erleben und wie Sie wohnen möchten. Genau das macht am Ende den Unterschied zwischen einer schönen und einer wirklich passenden Reise.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten: Kennt derjenige die Camps persönlich, und wer war wann zuletzt dort? Wird nachgefragt oder gleich verkauft? Ist während der Reise jemand erreichbar? Und sind Nationalparkgebühren, Inlandsflüge und Trinkgelder klar benannt? Wie das bei uns abläuft, haben wir hier aufgeschrieben: Reiseplanung mit Karibu Safaris.

Und was ist nun mein Lieblingsland?

Diese Frage bekomme ich regelmäßig und normalerweise versuche ich, mich ein bisschen davor zu drücken.

Also gut: Mein Herz hängt besonders an Botswana und Simbabwe, wahrscheinlich wegen meiner großen Liebe zu Elefanten. In Botswana durfte ich einen Nachmittag erleben, an dem nach und nach ungefähr hundert Elefanten zu einem Wasserloch kamen. Ich saß einfach da und habe ihnen stundenlang zugeschaut. Und dann war da diese Begegnung zu Fuß in Simbabwe. Solche Momente vergisst man nicht.

Trotzdem könnte ich Ihnen genauso begeistert von den Menschen und Landschaften Ruandas, von der weiten Landschaft rund um Samburu in Kenia oder von den Sandstränden vor der Küste Tansanias erzählen.

Sie sehen: Selbst ich schaffe es nicht, mich zu entscheiden. Es gibt eben nicht das eine Land, es gibt nur diesen einen Moment, in dem Sie merken, dass Sie genau am richtigen Ort sind. Unsere Aufgabe ist es, herauszufinden, wo dieser Moment für Sie am wahrscheinlichsten wird.

Blick über eine Wasserfläche auf drei Elefanten am gegenüberliegenden Ufer
Paula fotografiert vom gedeckten Beobachtungsstand aus eine Elefantengruppe an einem Wasserloch in trockener Savanne

Welche Safari in Afrika passt zu Ihnen?

Wer online nach der besten Safari in Afrika sucht, findet schnell Rankings mit Platz eins, zwei und drei. Für unsere Arbeit helfen solche Listen wenig, denn jedes Land in diesem Artikel kann etwas besonders gut.

Für die erste Safari mit vielen Tierbeobachtungen: Kenia oder Tansania. Was Sie vor der allerersten Safari sonst noch wissen sollten, steht in Der Zauber Ihrer ersten Safari. Für Ruhe, Exklusivität und Erlebnisse am Wasser: Botswana. Für eine Selbstfahrerreise: Namibia oder Südafrika. Für eine Safari mit Kindern: Südafrika oder Kenia. Für Berggorillas: Ruanda oder Uganda. Für Wildnis und Walking Safaris: Sambia oder Simbabwe. Und wenn danach noch ein paar Tage am Meer warten sollen: Sansibar, Mosambik oder die kenianische Küste.

Und wenn Sie gerade zehn Ideen gleichzeitig im Kopf haben, ist das völlig in Ordnung. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an und erzählen Sie einfach, was Sie sich wünschen, auch wenn es noch ganz unsortiert ist. Wir waren in diesen Ländern selbst unterwegs, kennen viele Camps persönlich und sagen Ihnen auch offen, wenn ein Ziel nicht zu Ihren Vorstellungen passt.

Denn am Ende geht es nicht darum, irgendeine Safari zu buchen. Es geht darum, Ihre Safari zu finden.

Wenn Sie sich lieber erst einmal in Ruhe inspirieren lassen möchten: In unserem Webinar Ganz Afrika im Blick gehen wir alle Länder gemeinsam durch.

Alle Safaris ansehen oder direkt Kontakt aufnehmen.

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