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Reiseinspiration

Gorillas hautnah – mein Besuch bei den Berggorillas im Bwindi Impenetrable Nationalpark, Uganda

  • Lisa Sandvoss von Karibu Safaris in Tansania im Jeep Lisa Sandvoß
  • Veröffentlicht: 14.04.26
  • Aktualisiert: 15.04.26

Meine Reise nach Uganda im November 2025 war eines der intensivsten Naturerlebnisse, die ich je hatte. Schon lange hatte ich den Wunsch, einmal den Berggorillas Afrikas zu begegnen – und Uganda gilt dafür als eines der besten Reiseziele weltweit. Gorilla Trekking ist jedoch nicht gleich Gorilla-Trekking. Es gibt unterschiedliche Arten dieser Begegnung, verschiedene Regionen – und weit mehr zu erleben als „nur“ Gorillas im Regenwald.

Hierbei ist zu erwähnen, dass es sich in Uganda um Berggorillas handelt und nicht um Flachlandgorillas, die wiederum in Zentral- und Westafrika angesiedelt sind.

Die zwei Arten des Gorilla Trekkings in Uganda

1. Das klassische Gorilla Trekking – eine Stunde zu Besuch bei den Berggorillas

Die bekannteste Variante ist das „klassische“ Gorilla Trekking. Dabei wandert man in einer Gruppe von acht Personen zwischen 45 Minuten bis zu 3 Stunden mit Rangern und Guides durch den Regenwald zu einer bereits an Menschen gewöhnten Gorilla-Familie. Sobald die Tiere gefunden sind, darf man genau eine Stunde bei ihnen verbringen. Diese Stunde vergeht wie im Flug – aber sie ist magisch. Zu beobachten, wie die Jungtiere spielen, die Silberrücken imposant wachen und die Familien miteinander umgehen, ist kaum in Worte zu fassen.
Für internationale Besucher liegt der Preis für eine Permit aktuell bei 800 US-Dollar pro Person. Neuerdings gibt es nun jedoch auch einen Low-Season Preis. In den Monaten April, Mai und November beträgt das Permit pro Person 600 US-Dollar. Der Betrag klingt hoch, ist aber streng reguliert und fließt direkt in Schutzmaßnahmen der Tiere, Rangergehälter und Community-Projekte.

2. Gorilla Habituation Experience – länger, intensiver, exklusiver

Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann sich für die sogenannte Gorilla Habituation Experience entscheiden. Dabei begleitet man Forscher, Ranger und Tracker bei der Gewöhnung einer Gorilla-Familiee an die menschliche Präsenz. Diese Gruppen sind noch nicht vollständig an Besucher gewöhnt.

Das Besondere: Man verbringt bis zu vier Stunden mit den Gorillas – also deutlich länger als beim klassischen Trekking. Zudem ist man bei diesem besonderen Erlebnis lediglich zu viert unterwegs. Dadurch wirkt das Erlebnis intensiver, ursprünglicher und wissenschaftlicher. Man erlebt mehr Bewegung, mehr Dynamik und bekommt einen einzigartigen Einblick in die Arbeit der Schutzteams.

Der Permit-Preis liegt hier aktuell bei 1.800 US-Dollar pro Person.

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Wunderschöne, einmalige Erfahrung, die unvergesslich ist

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Ein kleiner Frechdachs beobachtet die Welt auf dem Kopf

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Begegnung mit Gorillas - hautnah

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Ein sehr schüchterner Silber-Rücken, der den Besuch aus der Entfernung beobachtet

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Besuch bei einer entspannten Gorilla-Familie

Wo ist Gorilla Trekking in Uganda möglich?

Uganda bietet Gorilla Trekking in zwei Nationalparks an:

Bwindi Impenetrable National Park

Der berühmteste Ort für Gorilla Trekking in Uganda ist der Bwindi Impenetrable National Park. Der Nebelwald ist dicht, wild und wunderschön. Bwindi ist ebenfalls in mehrere Trekking-Sektoren unterteilt:

  • Buhoma

  • Ruhija

  • Rushaga

  • Nkuringo

Jeder Bereich hat eigene Gorilla-Familien, unterschiedliche Lodges und verschiedene Schwierigkeitsgrade beim Wandern. Dies sollte bei der Reiseberatung unbedingt berücksichtig werden. Wir beraten Sie dabei selbstverständlich sehr gerne!

Mgahinga Gorilla National Park

Dieser Park ist deutlich kleiner, stärker vulkanisch geprägt und landschaftlich ebenfalls spektakulär. Hierbei handelt es sich um Ausläufer des Volcanoes Nationalpark in Ruanda, der wiederum drei Vulkankrater umfasst. Der Mgahinga Park ist perfekt für Reisende, die das Gorilla Trekking in einer Vulkanlandschaften erleben wollen. Zudem kann man hier das Gorilla Trekking mit dem Trekking der Golden Monkeys kombinieren. Das Permit zum Golden Monkey Trekking liegt bei 60 US-Dollar pro Person.

Was man sonst noch im Regenwald erleben kann

Viele Interessierte denken, man reist lediglich für die Gorillas in die unendlichen Regenwälder Ugandas – aber diese magischen Wälder bieten weit mehr.

Der Ivy River Trail

Besonders beeindruckend fand ich den Ivy River Trail. Diese Wanderung führt tief durch den ursprünglichen Wald, vorbei an riesigen Bäumen, begleitet von unendlich vielen Vogelstimmen und kleinen Bächen. Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern ums tiefe Eintauchen in die Natur. Man spürt hier, wie alt und lebendig dieser Wald ist. Zudem hatte ich das große Glück, hier auch nochmals auf Gorillas zu stoßen und sie in ihrem natürlichen Umfeld beobachten zu können. Dies kann man jedoch nicht einplanen und kommt wirklich äußerst selten vor. Aber diese Begegnung hat die Wanderung des Ivy River Trails nochmals besonderer gemacht, wenn er auch schon ohne die Gorillas wunderschön war.

Weitere Aktivitäten im Regenwald

  • Geführte Naturwanderungen

  • Vogelbeobachtung mit seltenen Arten des Albertine Rift

  • Wasserfall-Wanderungen

  • Begegnungen mit lokalen Gemeinden

  • Batwa Cultural Experiences

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Wichtige Menschen, die den Schutz der Gorillas und des Regenwald gewährleisten

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Auch ein Sundwoner mit Blick auf den Regenwald darf nicht fehlen

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Die Unterkünfte im Regenwald sorgen für gemütliche Stimmung

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Jede Wanderung wird durch Ranger begleitet

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Besuch einer lokalen Community - inklusive Einblicke in die Kaffee-Produktion

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Wanderungen durch dichtes Grün, begleitet durch unendlich viel Vogel-Gezwitscher

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Bei einem lokalen Besuch darf das Tragen eines Kangas nicht fehlen

Was Gorilla Trekking für die lokalen Communities bedeutet

Besonders fasziniert war ich davon, wie stark der Tourismus den Menschen vor Ort hilft. Das kannte ich bereits aus anderen afrikanischen Ländern, jedoch hat dies in Uganda nochmals eine größere Bedeutung!  Gorilla Trekking schützt nicht nur Tiere – es schafft echte Perspektiven und unterstützte ganze Familien in ihrer Existenz.

Viele Menschen arbeiten heute als:

  • Guides

  • Ranger

  • Fahrer

  • Porter (Träger für Rucksäcke und Unterstützung auf den steilen Wegen)

  • Lodge-Mitarbeiter

  • Tänzer und Künstler bei kulturellen Vorführungen

  • Handwerker und Souvenir-Verkäufer

Gerade die Porter leisten Großartiges. Sie helfen Gästen durch schwieriges Gelände und verdienen damit ein wichtiges Einkommen für ihre Familien.

Kultur und Tanz

Bei mehreren Besuchen in Dörfern wie auch zu Beginn des Trekkings wurde ich mit Musik, Trommeln und Tanz empfangen. Diese Begegnungen waren nicht gestellt, sondern voller Stolz und Lebensfreude. Besucher lernen dadurch nicht nur Tiere kennen, sondern auch Menschen, Geschichten und Traditionen.
Früher standen Wald und Tiere oft in Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen. Heute bringt der Wald sinnstiftend Mehrwert und Einkommen – auch aus Sicht der Einheimischen. Das verändert vieles: Wenn Menschen vom Schutz profitieren, wächst auch die Motivation, die Natur dauerhaft zu erhalten.

Mein Fazit

Uganda hat mich tief beeindruckt. Das Gorilla Trekking ist ein emotionales Highlight.

Das Gorilla Trekking ist ein emotionales Highlight. Wer mehr Zeit mitbringt und ein exklusiveres Erlebnis sucht, findet in der Habituation Experience etwas ganz Besonderes.

Doch am Ende geht es um mehr als Gorillas. Es geht um den Regenwald, ein unbeschreibliches Naturwunder, um Menschen, um deren Hoffnung in die Besucher des Landes und darum, dass nachhaltiger Tourismus tatsächlich etwas Positives bewirken kann.

Ich bin mit unvergesslichen Erinnerungen zurückgekommen – und mit großem Respekt für dieses außergewöhnliche Land, die Menschen und die Tiere.

Karibu Safaris

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