Namibia im Überblick
Namibia ist ein faszinierendes Land im südlichen Afrika, das für seine atemberaubenden Landschaften und vielfältige Natur bekannt ist. Es grenzt an Angola im Norden, Botswana im Osten, Südafrika im Süden und den Atlantischen Ozean im Westen. Mit seiner beeindruckend großen Fläche von rund 825.000 Quadratkilometern ist Namibia fast zweieinhalbmal so groß wie Deutschland, das zweitrockente Land der Erde und bietet eine Mischung aus Wüstenlandschaften, weitläufigen Savannen, beeindruckenden Gebirgen und wilden Küstenstreifen. Zu den bekanntesten Naturwundern zählen die Namib-Wüste mit ihren riesigen Dünen, der Etosha-Nationalpark, der zu den größten Wildschutzgebieten Afrikas gehört, sowie die beeindruckende Skeleton Coast. Trotz seiner relativ niedrigen Bevölkerungsdichte – Namibia ist gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt - hat Namibia eine reiche Geschichte und Kultur. Das Land hat sich nach der Unabhängigkeit 1990 von Südafrika als demokratische Republik etabliert und zeichnet sich durch politische Stabilität und eine wachsende Wirtschaft aus, die hauptsächlich durch den Bergbau, die Landwirtschaft und den Tourismus geprägt ist. Die Bevölkerung Namibias ist ethnisch vielfältig, und die verschiedenen Stämme pflegen ihre Traditionen und Bräuche, die tief in der Geschichte des Landes verwurzelt sind. Namibia zieht immer mehr Reisende aus der ganzen Welt an, die sich von der unberührten Natur, den wild lebenden Tieren und der beeindruckenden Gastfreundschaft der Bevölkerung angezogen fühlen.
Klima und Wetter in Nambia
Namibia ist ein beliebtes Ganzjahres-Reiseziel mit an die 320 Sonnentagen im Jahr und angenehm warmen Temperaturen. Die Jahreszeiten im südlichen Afrika sind unseren entgegengesetzt: Ist in Europa Winter, so herrscht in Namibia Sommer und umgekehrt. Die namibische Winterzeit zwischen Mai und September ist die trockenste Reisezeit. Das niedrige Gras und die Trockenheit, sorgen für gute Tierbeobachtungen. Die Tiere haben weniger Versteckmöglichkeiten und sammeln sich an den Wasserstellen. Besonders morgens kann es empfindlich kühl sein. Daher empfehlen wir Ihnen, einen warmen Pullover oder Fleece mitzubringen, um sich auch bei den morgendlichen Pirschfahrten wohlzufühlen.
Im Oktober beginnt der namibische Frühling: Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen. Im Zeitraum zwischen Dezember bis März ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit am höchsten. Der Regen beschränkt sich jedoch meist auf kurze, abendliche Schauer. Die Temperaturen sind sommerlich hoch und viele Pflanzen befinden sich in der Blütezeit. Trotz mehr Versteckmöglichkeiten sind die Tierbeobachtungen in Namibia auch zu dieser Jahreszeit spektakulär. Die blühende Landschaftskulisse hat ihren eigenen Reiz. Die Hauptreisezeit in Namibia ist zwischen Juni und Oktober sowie Mitte Dezember bis Mitte Januar.
Namibias Tierwelt
Namibia ist bekannt für seine beeindruckende Tierwelt, die sich an die vielfältigen Landschaften des Landes angepasst hat. Besonders im Etosha-Nationalpark gibt es eine hohe Dichte an Wildtieren. Dort leben neben Elefanten, Löwen, Geparde, Giraffen, Zebras und Antilopen unter anderem Nashörner, vor allem die seltenen Spitzmaulnashörner, die in Etosha gute Schutzbedingungen finden. Auch Leoparden sind im Park anzutreffen, wenn auch meist sehr scheu. Hyänen sind ebenfalls in Namibia sehr verbreitet. Neben der Tüpfelhyäne gibt es hier die Schabrackenhyäne, die sich vor allem in Wüstengebieten wohlfühlt. Sie ist sogar an der Küste zu finden, wo es riesige Robbenkolonien gibt. Vor der Küste Namibias kann man noch mehr beeindruckende Meeresbewohner beobachten. Von Walvis Bay aus werden Bootstouren angeboten, bei denen häufig Delfine wie der Heaviside-Delfin oder der Große Tümmler gesichtet werden. In den richtigen Jahreszeiten (Juli bis November) ziehen zudem Wale an der Küste vorbei, darunter Südliche Glattwale und Buckelwale. Ein weiteres faszinierendes Tier Namibias ist der schwarzmähnige Kalahari-Löwe, der besonders im Osten des Landes in der Kalahari-Wüste vorkommt. Diese Löwen haben auffällig dunkle Mähnen und sind an das harte Leben in der trockenen Wüste angepasst.
Flora und Fauna in Namibia
Namibia zeichnet sich nicht nur durch eine faszinierende Tierwelt, sondern auch durch eine beeindruckende Flora aus. Das Land beherbergt eine Vielzahl von Pflanzenarten, die sich an die extremen Klimabedingungen der Wüste und Halbwüste angepasst haben. Die Namib-Wüste ist bekannt für ihre charakteristischen, teils jahrhundertealten Welwitschia-Pflanzen, die als wahre Überlebenskünstler gelten. Diese Pflanzen sind besonders widerstandsfähig und können jahrelang mit nur wenigen Niederschlägen auskommen. In den bergigen Regionen und auf den fruchtbaren Böden der Savanne gedeihen eine Vielzahl von Akazien, Kameldornbäumen und Grasarten, die das Landschaftsbild Namibias prägen. Die Fauna Namibias ist ebenso vielfältig und reicht von den großen Wildtieren der Savanne bis zu den spezialisierteren Arten der Wüste. Tiere wie Oryx-Antilopen, Springböcke und Wüstenelefanten haben sich perfekt an die trockenen und heißen Bedingungen angepasst. In den Nationalparks und Wildschutzgebieten Namibias finden Besucher zudem eine beeindruckende Vogelwelt, darunter die Riesentrappe (Kori Bustard), der schwerste flugfähige Vogel der Welt und viele Raubvögel. Namibia bietet auf einer Safari also nicht nur eindrucksvolle Begegnungen mit Tieren, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Flora, die das Überleben in einem der trockensten Länder der Welt ermöglicht.