Wie verhalte ich mich in einem fremden Land am Strand? Welche Regeln gibt es?
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An der Ostküste Afrikas, vor allem in Kenia und Tansania, findet man traumhaft weiße Strände. Auch auf Sansibar reiht sich Bucht an Bucht. Kultur und Gepflogenheiten unterscheiden sich dort allerdings deutlich von dem, was Sie aus Europa kennen. Damit Sie sich, die Menschen vor Ort und die Natur schützen, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengestellt.
Gezeiten: warum das Meer manchmal verschwindet
Die ostafrikanische Küste ist stark von den Gezeiten geprägt. Zwischen Ebbe und Flut liegen an manchen Abschnitten mehrere hundert Meter Strand. Baden ist deshalb nicht überall zu jeder Zeit möglich. Besonders an der Ostküste Sansibars zieht sich das Wasser weit zurück.
Bei Ebbe gibt der Ozean Flächen frei, die sich erkunden lassen. Fragen Sie vorher im Hotel nach den Gezeitenzeiten und gehen Sie nicht allein hinaus. Die Flut kommt schneller zurück, als die meisten erwarten. Feste Schuhe schützen dabei vor Seeigeln und scharfen Korallenresten. Mehr dazu in unserem Artikel Sansibar im Rhythmus der Gezeiten.
Riffe und Meerestiere
Vor den Küsten Ostafrikas liegen ausgedehnte Korallenriffe. Sie sind großartige Reviere zum Tauchen und Schnorcheln und gleichzeitig empfindlich. Korallen wachsen langsam, beschädigte Stellen brauchen Jahre, um sich zu erholen.
Berühren Sie keine Korallen und stellen Sie sich nicht darauf. Halten Sie Abstand zu Meerestieren und füttern Sie sie nicht. Auch Sonnencreme spielt eine Rolle: Filter wie Oxybenzon und Octinoxat stehen im Verdacht, Korallen zu schädigen, mineralische Produkte sind die bessere Wahl.
Muscheln, Korallen und andere Fundstücke aus dem Meer dürfen Sie in der Regel weder ausführen noch nach Deutschland einführen. Was im Einzelfall gilt, steht beim Zoll.
.Erfahren Sie mehr über Sansibar – eine wunderschöne Insel.
Kleidung und Verhalten am Strand
Nacktbaden ist in Kenia, Tansania und auf Sansibar verboten, oben ohne ebenfalls. Auch am Hotelpool wird es nicht gern gesehen. Die ostafrikanische Küste ist stark vom Islam und der Swahili-Kultur geprägt. Außerhalb der Hotelanlage bedecken Sie deshalb Schultern und Knie.
Beim Fotografieren gilt eine einfache Regel: Fragen Sie, bevor Sie Menschen aufnehmen. Ein Blickkontakt und eine kurze Geste reichen meist aus.
Angemessene Kleidung ist aus Respekt der Bevölkerung und der Religion gegenüber zu tragen.
Streunende Tiere und Insektenschutz
Am Strand laufen häufig streunende Hunde und Katzen herum. So schwer es fällt: Füttern und streicheln Sie die Tiere nicht. Sie schützen sich damit vor Biss- und Kratzwunden und vor Tollwut.
Wo Streuner leben, liegen auch deren Ausscheidungen im Sand. Beim Barfußlaufen können Parasiten wie der Hakenwurm über die Haut eindringen. Tragen Sie Schuhe und legen Sie ein Handtuch unter, statt sich direkt in den Sand zu legen. Insektenschutz gehört ohnehin ins Gepäck, besonders in den Abendstunden.
Sicherheit und Kinderschutz
Afrikas Strände sind lebendige Orte. An belebten Abschnitten sprechen Sie gelegentlich Verkäufer oder Tourenanbieter an, die Waren oder Ausflüge anbieten. Ein freundliches, bestimmtes Nein wird respektiert.
In seltenen Fällen werden dabei auch sexuelle Dienstleistungen angeboten, teilweise von oder mit Minderjährigen. Das ist strafbar, in den Reiseländern ebenso wie in Deutschland. Lehnen Sie solche Angebote klar ab.
Wenn Ihnen etwas auffällt, das Sie beunruhigt, können Sie es vertraulich unter nicht-wegsehen.net melden. Diese Meldestelle wird von ECPAT Deutschland gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt betrieben. Ihre Aufmerksamkeit hilft, Kinder und Jugendliche zu schützen.
Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass die Strände für alle Reisenden und Einheimischen ein sicherer und respektvoller Ort bleiben.
Erfahren Sie mehr über unsere Verantwortung und nachhaltiges Reisen. Wer Strand und Safari in einer Reise kombinieren möchte, findet in unseren Bush & Beach Safaris passende Angebote.
Nein, an der Ostküste hängt das Baden stark von den Gezeiten ab. Bei Ebbe zieht sich das Wasser dort mehrere hundert Meter zurück. Im Norden und Nordwesten, etwa in Nungwi und Kendwa, ist Baden dagegen weitgehend unabhängig von der Tide möglich. Die aktuellen Gezeitenzeiten kennt Ihr Hotel vor Ort.
Badebekleidung ist am Hotelstrand üblich, oben ohne und Nacktbaden sind verboten. Außerhalb der Anlage bedecken Sie Schultern und Knie. In Stone Town und in Dörfern gilt das besonders. Ein leichtes Tuch im Strandbeutel reicht dafür völlig aus.
In der Regel nicht. Die Ausfuhr von Muscheln, Korallen und anderen Meerestieren ist in den meisten ostafrikanischen Ländern untersagt, die Einfuhr nach Deutschland ebenfalls beschränkt. Verbindliche Auskunft gibt der deutsche Zoll. Am Strand liegen gelassen erfüllen die Fundstücke ohnehin ihren Zweck besser.
Tragen Sie Schuhe und legen Sie ein Handtuch oder eine Matte unter, statt direkt im Sand zu liegen. Hakenwurmlarven dringen über die Haut ein und kommen dort vor, wo streunende Tiere ihre Ausscheidungen hinterlassen. In der Nähe von Siedlungen und an Stränden mit vielen Streunern ist besondere Vorsicht angebracht.