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Tipps zur Reiseplanung

Safari mit Kindern: Unsere Tipps aus eigener Erfahrung

  • Persönliche Reiseberatung für die Safari mit Karibu Safaris Jessica Sears
  • Veröffentlicht: 14.07.26
Familie sitzt zwischen Erdmännchen auf den Makgadikgadi Salzpfannen in Botswana

Im März 2026 waren wir mit unseren Kindern in Botswana unterwegs. Auf dem kurzen Weg von unserem Zimmer zum Fahrzeug blieb mein Sohn ständig stehen, kniete sich hin und zeigte auf jede Spur im Sand. Bis wir überhaupt eingestiegen waren, hatte das Abenteuer für ihn längst begonnen. Für mich beschreibt genau das eine Safari mit Kindern: Sie folgt selten dem Plan der Erwachsenen, dafür zeigt sie uns die Wildnis noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Lesezeit 12 Minuten

Eine Safari mit Kindern ist oft früher möglich, als viele denken. Mit der richtigen Campauswahl kann man schon Kinder ab zwei Jahren mitnehmen, vorausgesetzt sie laufen sicher. Für eine klassische Safari mit mehreren längeren Ausfahrten hat sich trotzdem ein Alter ab sechs bis acht Jahren bewährt, weil Kinder dann Regeln besser verstehen und länger beobachten können.

Ich bin Geschäftsführerin von Karibu Safaris und selbst Mutter. Deshalb kenne ich nicht nur die schönsten Routen, sondern auch die Fragen, die im Familienalltag entscheiden: Was passiert, wenn ein Kind mitten in der Pirschfahrt zur Toilette muss? Können wir früher zurück fahren? Ist die Region malariafrei? Und gibt es in der Lodge Menschen, die Kinder nicht nur dulden, sondern gern um sich haben?

Mit jüngeren Kindern empfehlen wir meist ein privates Safarifahrzeug mit eigenem Guide. Manche Camps setzen dies bei Familien sogar voraus. Auch wir waren in Botswana immer mit einem privaten Fahrzeug unterwegs, was den Reisealltag deutlich erleichtert hat. Warum diese Flexibilität für Familien so wertvoll ist, erklären wir weiter unten bei den verschiedenen Safariarten.

Unsere Antwort ist selten ein pauschales Ja oder Nein. Wir schauen auf das Alter, das Temperament, das Reiseland und jede einzelne Unterkunft. Denn eine gute Familiensafari ist keine Erwachsenenreise, bei der noch zwei Kinderbetten ins Zimmer gestellt werden.

Ab welchem Alter lohnt sich eine Safari mit Kindern?

Ein ruhiges, tierbegeistertes Kind kann mit fünf Jahren mehr Freude an einer Pirschfahrt haben als ein älteres Kind, das ungern still sitzt. Trotzdem hilft das Alter bei der ersten Orientierung.

Alter der Kinder und unsere Einschätzung
Alter der KinderUnsere EinschätzungWorauf es besonders ankommt
Baby und KleinkindAb etwa 2 Jahren gut möglich, wenn sie sicher laufenCamp mit echter Kleinkindbetreuung entscheidend
Etwa 4 bis 5 JahreGut für einzelne kurze SafarierlebnissePausen, Pool, flexible Mahlzeiten
Etwa 6 bis 8 JahreFür viele das beste EinstiegsalterKlare Regeln, kindgerechte Guides, Abwechslung
Etwa 9 bis 12 JahreGut für längere SafarisJunior Ranger Programme, längere Beobachtungen
TeenagerGroße Auswahl an Ländern und SafariartenAktivere Erlebnisse, Kultur, längere Fahrten

Wann kann man mit Kindern eine Safari machen?

Eine Safari mit Kindern ist grundsätzlich auch mit kleinen Kindern möglich, sofern Camp, Fahrzeug und Tagesablauf darauf abgestimmt sind. Für mehrere längere Pirschfahrten empfehlen wir meist ein Alter ab sechs bis acht Jahren.

Eltern fragen uns oft, ob sich die Reise überhaupt lohnt, wenn sich ein kleines Kind später nicht an jedes Tier erinnert. Ich sehe das anders. Kinder müssen nicht jede Sichtung aufzählen können, damit die gemeinsame Zeit wertvoll war.

Bei meinem jüngeren Sohn gehörten „Zebra" und „Impala" zu den ersten Tiernamen. Mein älterer Sohn erinnert sich genau daran, wie er ruhig in den Makgadikgadi-Salzpfannen saß, und ein habituiertes Erdmännchen auf seinen Kopf kletterte. Seitdem wird auch sein Erdmännchen-Kuscheltier bevorzugt auf dem Kopf getragen.

Kind mit Erdmännchen auf dem Kopf bei einer Safari mit Kindern in Botswana
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Eines der Erdmännchen ist auf den Kopf meines Sohnes geklettert, um die Aussicht zu genießen

Kind beobachtet eine Löwin mit dem Fernglas aus dem Safarifahrzeug
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Mit dem eigenen Fernglas werden Kinder schnell zu aufmerksamen Beobachtern

Kind beobachtet Gnus aus einem offenen Safarifahrzeug in Botswana
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Gnu entdeckt

Kinder beobachten die traditionelle Feuerherstellung bei einer kulturellen Begegnung in Botswana
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Spannende kulturelle Begegnungen

Erwachsener zeigt zwei Kindern eine Tierspur im Sand während einer Safari in Botswana
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Spurenlesen in der Wildnis

Kind malt in einem Tierbuch während einer Pause im Safarifahrzeug
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In den Pausen wird fleißig gemalt

Wo ist eine Safari mit Kindern am besten?

Für eine erste Safari mit Kindern in Afrika empfehlen wir besonders häufig Südafrika und Namibia. Beide Länder lassen sich gut planen, bieten viele Familienunterkünfte und erlauben je nach Route viel Flexibilität.

Botswana ist mit der richtigen Campauswahl auch für jüngere Kinder möglich. Kenia und Tansania passen gut zu Schulkindern und Teenagern.

Südafrika mit Kindern: flexibel und malariafrei planbar

Südafrika ist für viele Familien der einfachste Einstieg. Die touristische Infrastruktur ist gut ausgebaut, viele Strecken können im Mietwagen zurückgelegt werden und eine Safari lässt sich mit Kapstadt, der Garden Route oder Strandtagen verbinden.

Ein wichtiger Vorteil sind malariafreie Safarigebiete, etwa im Eastern Cape, in Madikwe oder im Pilanesberg Nationalpark. Wer Malaria bei der ersten Reise durch Afrika mit Kindern möglichst vermeiden möchte, findet hier gute Möglichkeiten. Die genaue Route sollte trotzdem mit aktuellen reisemedizinischen Empfehlungen abgeglichen werden.

Passt zu Ihnen, wenn: Sie zum ersten Mal nach Afrika reisen oder Safari mit weiteren Erlebnissen kombinieren möchten.

Namibia mit Kindern: Freiheit mit gut geplanten Etappen

Bei einer Safari mit Kindern in Namibia sind Sie häufig im eigenen Mietwagen unterwegs. Im Etosha Nationalpark fahren Sie selbst zu den Wasserstellen. Sie entscheiden, wann Sie starten, wie lange Sie bei einer Elefantenherde bleiben und wann die Kinder eine Pause brauchen.

Ehrlich gesagt: Die Entfernungen werden häufig unterschätzt. Eine Strecke kann auf der Karte überschaubar aussehen und trotzdem mehrere Stunden dauern. Wir planen deshalb lieber weniger Stationen, jeweils zwei oder drei Nächte an einem Ort und nicht jeden Tag ein neues Ziel.

Passt zu Ihnen, wenn: Ihre Kinder Autofahrten gut vertragen und Sie gern selbst entscheiden.

Botswana mit Kindern: mit dem richtigen Camp auch für Jüngere

Botswana wird häufig erst Familien mit älteren Kindern empfohlen. Nach meiner eigenen Reise würde ich das nicht so pauschal sagen. Unsere Kinder waren damals knapp zwei und knapp fünf Jahre alt. Mit der richtigen Campauswahl kann Botswana auch mit jüngeren Kindern gut funktionieren.

Einige Camps bieten spezielle Familienpakete und sogenannte Kids on Safari Programme an. Dabei lernen Kinder zum Beispiel Tierspuren zu lesen, entdecken kleinere Tiere rund um das Camp oder werden mit altersgerechten Aufgaben in den Safari-Alltag einbezogen. Entscheidend ist, dass das Programm nicht nur auf dem Papier existiert, sondern die Guides und Mitarbeiter gern mit Kindern arbeiten.

Wir waren im Kiri Camp, im Monachira Camp und im Jack's Camp. Alle drei waren mit Kinderbetten, Hochstühlen, Büchern und Spielen auf uns vorbereitet. Noch wichtiger waren die Mitarbeiter. Sie hatten ein Händchen für Kinder und machten vieles leicht, ohne daraus ein großes Programm zu machen.

Wir badeten während eines Regenschauers im Pool, betrachteten Tierspuren und waren mit einem eigenen Guide unterwegs, der ein gutes Gespür für unsere Kinder hatte. Während einer Kaffeepause wurde das Safarifahrzeug eben zum Klettergerüst. Danach ging es weiter.

Ehrlich gesagt: Viele klassische Safariregionen Botswanas liegen in Malariagebieten. Auch kleine Buschflugzeuge und Transfers müssen zur Familie passen. Eine Safari mit Kindern in Botswana braucht deshalb eine genaue Planung.

Kenia und Tansania mit Kindern

Kenia verbindet Tierbeobachtungen, Begegnungen mit Menschen und Strand besonders gut. In der Masai Mara und in Laikipia gibt es zahlreiche Camps, die Familien willkommen heißen.

Unsere Kollegin Jessica Schmiedl war mit ihren Töchtern dort unterwegs und setzte bewusst auf wenige, gut gewählte Stationen. Nach den Safaritagen kann die Reise an der kenianischen Küste oder auf Sansibar ruhiger ausklingen.

Tansania passt gut zu Schulkindern und Teenagern. Serengeti, Ngorongoro-Krater und Tarangire bieten große Herden, Elefanten und gute Chancen auf Raubkatzen. Die Wege zwischen den Parks können jedoch lang sein. Eine Tansania-Reise mit Kindern sollte deshalb nicht mit zu vielen Stationen überladen werden.

Uganda und Ruanda mit älteren Jugendlichen

Uganda und Ruanda können für ältere Jugendliche spannende Reiseziele sein. Das Gorilla-Trekking ist in beiden Ländern jedoch erst ab 15 Jahren erlaubt. In Uganda gilt für das Schimpansen-Trekking ein Mindestalter von 12 Jahren. Für jüngere Geschwister braucht es während dieser Aktivitäten ein separates Programm und eine vertraute Begleitperson.

Wie sicher ist eine Safari mit Kindern?

Eine Safari mit Kindern kann sicher durchgeführt werden, wenn alle die Regeln der Guides konsequent befolgen. Im offenen Fahrzeug sitzen bleiben und bei nahen Tieren leise sprechen. In offenen Camps werden Gäste nach Einbruch der Dunkelheit häufig von Mitarbeitern zum Zimmer begleitet.

Was wir Kindern vorher erklären: Ein Safaricamp ist kein Zoo. Tiere können durch das Camp laufen, Affen interessieren sich für Essen und ein Elefant am Weg hat immer Vorfahrt. Kinder müssen keine Angst haben, aber die Anweisungen des Guides gelten immer.

Vor der Buchung prüfen wir:

  • Gibt es ein Mindestalter für Pirschfahrten?

  • Ist ein privates Fahrzeug buchbar?

  • Ist die Lodge offen oder eingezäunt?

  • Wie weit ist die nächste medizinische Einrichtung entfernt?

  • Können Eltern und Kinder gemeinsam untergebracht werden?

  • Welche Aktivitäten sind für das Alter erlaubt?

Malariafreie Safari mit Kindern oder Malariaprophylaxe?

Eine pauschale Einteilung nach Ländern reicht nicht, weil das Malariarisiko von Region, Jahreszeit und aktueller Lage abhängt.

  • Südafrika: Madikwe, Pilanesberg und weite Teile des Ostkaps, etwa Addo oder Kariega, sind malariafrei. Der Krüger-Nationalpark trägt ein geringes bis mittleres Risiko, besonders von Oktober bis Mai.

  • Namibia: Süden und zentrale Regionen gelten als malariafrei. Etosha hat ein saisonales Risiko, das in der Trockenzeit von Mai bis Oktober deutlich geringer ausfällt.

  • Botswana: Okavango-Delta, Chobe-Nationalpark und Makgadikgadi-Salzpfannen liegen in Risikogebieten, Süden und Kalahari sind deutlich sicherer.

  • Kenia: gilt, auch in der Masai Mara, überwiegend nicht als malariafrei.

  • Tansania: Gebiete unterhalb von 1.800 Metern, darunter die Serengeti, tragen ein ganzjähriges Risiko, höher gelegene Regionen wie der Kraterrand des Ngorongoro weniger.

  • Uganda und Ruanda: Die Gorilla-Trekking-Gebiete liegen durch ihre Höhenlage niedriger im Risiko, ganz ausschließen lässt sich das aber auch dort nicht.

Wir geben keine medizinische Empfehlung. Vor jeder Afrika Safari mit Kindern gehört eine Beratung bei einer reisemedizinischen Praxis, einem Tropeninstitut oder der Kinderärztin beziehungsweise dem Kinderarzt.

Dort wird anhand der exakten Route geklärt, welche Impfungen, Medikamente und Maßnahmen zum Mückenschutz sinnvoll sind. Aktuelle Reisehinweise sollten kurz vor der Abreise erneut geprüft werden.

Wie ist die medizinische Versorgung vor Ort?

Wichtig ist nicht nur, ob es im Reiseland gute Kliniken gibt. Entscheidend ist, wie weit Ihre Lodge von der nächsten medizinischen Versorgung entfernt liegt und wie eine Evakuierung organisiert wäre.

In Ostafrika übernehmen das häufig die AMREF Flying Doctors, ein seit 1957 etablierter Rettungsflugdienst, der Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda per Flugzeug abdeckt. Eine Mitgliedschaft für die Reisedauer kostet meist um die 40 US-Dollar pro Person und deckt den Evakuierungsflug selbst ab, nicht aber die anschließende Behandlung im Krankenhaus.

Im südlichen Afrika hat praktisch jede abgelegene Lodge, etwa im Okavango-Delta, eine eigene Vereinbarung mit einem lokalen Rettungsflugdienst.

Wir empfehlen deshalb zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung mit medizinisch sinnvollem Rücktransport, unabhängig von einer möglichen Flying-Doctors-Mitgliedschaft. Regelmäßig benötigte Medikamente gehören in ausreichender Menge ins Handgepäck.

Bei einer Safari mit Kindern nehmen wir lieber eine Station weniger in die Route auf, wenn dadurch die Erreichbarkeit und der gesamte Reiseablauf besser werden.

Welche Safariart eignet sich für Familien?

Gerade mit jüngeren Kindern ist ein privates Safarifahrzeug für uns oft der größte Unterschied zwischen einer entspannten und einer herausfordernden Safari.

Die Familie entscheidet gemeinsam mit dem Guide über Abfahrtszeit, Pausen und Dauer der Ausfahrt. Wird ein Kind müde, hungrig oder muss zur Toilette, kann die Fahrt verkürzt werden. Bei einer spannenden Beobachtung kann die Familie dagegen länger bleiben, ohne auf weitere Gäste Rücksicht nehmen zu müssen.

Manche Camps schreiben ein privates Fahrzeug für Familien mit kleinen Kindern deshalb sogar vor. Das erhöht zwar den Reisepreis, bringt im Alltag aber häufig mehr als eine höhere Unterkunftskategorie.

Eine Selbstfahrer-Safari passt besonders gut zu Südafrika und Namibia. Fly-in-Safaris vermeiden lange Überlandstrecken, bringen aber kleine Flugzeuge, begrenztes Gepäck und mehrere Transfers mit sich.

Welche Safariart eignet sich für Familien
SafariartMit Kindern geeignet?Unsere Erfahrung
Private geführte SafariSehr gutGrößte Flexibilität
Selbstfahrer-SafariGutFrei planbar, mehr Organisation
Fly-in-SafariGut bei passender CampauswahlSpart Fahrzeit, kleine Flugzeuge
GruppensafariEher für ältere KinderFeste Zeiten
FußsafariMeist für TeenagerAltersgrenzen beachten
Mobile CampingsafariJe nach FamilieWeniger Rückzug, feste Abläufe

Wie sieht eine kindgerechte Reiseroute aus?

Was wir nach vielen Safari Reisen mit Kindern gelernt haben: Weniger Unterkunftswechsel bedeuten meist mehr Safari. Zwei bis drei Nächte pro Unterkunft sind ein guter Ausgangspunkt. Nach zwei intensiven Safaritagen tut ein freier Nachmittag am Pool gut.

Eine gute Route wechselt außerdem die Erlebnisse. Auf Pirschfahrten folgen Strand, Garden Route, Bootsfahrt, Farmaufenthalt oder einfach ein Tag ohne festes Programm.

Darauf achten wir bei der Planung:

  • Fahrzeiten realistisch berechnen

  • Nach langen Transfers keinen festen Programmpunkt planen

  • Safari und Baden oder andere Naturerlebnisse kombinieren

  • Schlafenszeiten jüngerer Kinder berücksichtigen

  • Zeit zum Spielen und Bewegen lassen

  • Gepäckgrenzen bei Flugsafaris vorab prüfen

Wie lange sollte ein Safari Urlaub mit Kindern dauern?

Für viele Familien sind vier bis sieben Safaritage ein guter Rahmen, kombiniert mit weiteren Reiseerlebnissen. Das kann eine Mietwagenreise entlang der Garden Route, Kapstadt oder Zeit am Meer sein.

Ältere, safaribegeisterte Kinder genießen auch längere Reisen, wenn die Route abwechslungsreich bleibt. Wir würden jedoch nicht zwei Wochen lang jeden Tag zwei Pirschfahrten einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Familiensafari?

Die Trockenzeit ist für Familien oft angenehm, weil Wege besser befahrbar sind und sich Tiere häufiger an Wasserstellen beobachten lassen. Sie fällt in vielen Regionen des südlichen und östlichen Afrikas in die deutschen Sommerferien.

Allerdings sind die frühen Morgenstunden in Namibia, Botswana und Südafrika im Juli und August kalt. Eine warme Jacke, Mütze und Decke gehören dann auch bei sonnigem Wetter ins Fahrzeug.

Regenzeit bedeutet nicht automatisch schlechte Reisezeit. Ich war mit meinen Kindern im März in Botswana. Wir erlebten grüne Landschaften, junge Tiere, ab und an Regen und weniger Betrieb. Dafür braucht es mehr Flexibilität, denn einzelne Wege oder Aktivitäten können wetterabhängig sein.

Deutsche Ferien und gute Reisemöglichkeiten
Deutsche FerienGute MöglichkeitenWas Familien wissen sollten
OsterferienSüdafrika, Namibia, Botswana je nach RouteRegional Regen, warme Temperaturen
PfingstferienNamibia, Botswana, SüdafrikaBeginn trockenerer Monate
SommerferienNamibia, Botswana, Kenia, Tansania, SüdafrikaGute Tierbeobachtungen, kalte Morgen im Süden
HerbstferienSüdafrika, Namibia, Botswana, Kenia, TansaniaIn vielen Gebieten trocken und warm
WeihnachtsferienSüdafrika, Kenia, Tansania, BotswanaSommer im Süden, Green Season in Botswana

Was begeistert Kinder auf Safari besonders?

Erwachsene fragen vor der Reise häufig nach Löwen, Leoparden und Elefanten. Kinder entwickeln oft ihre eigene Liste.

Eine Spur im Sand, ein Mistkäfer, ein Frosch vor dem Zelt oder eine Echse auf der Terrasse kann sie länger beschäftigen als ein schlafender Löwe in weiter Entfernung. Genau deshalb mögen wir Guides, die nicht nur nach den Big Five suchen.

Schöne Erlebnisse für Kinder sind zum Beispiel:

  • Tierspuren lesen

  • Ein eigenes kleines Fernglas benutzen

  • Tiere an einem Wasserloch zählen

  • Sterne und Sternbilder kennenlernen

  • Eine Bootsfahrt unternehmen

  • An einem Junior Ranger Programm teilnehmen

  • Erdmännchen beobachten

  • Kleine Tiere und die verschiedenen "Five" entdecken

Das Wertvollste ist oft ein Guide, der Kinder ernst nimmt. Einer, der nicht ungeduldig wird, wenn zum dritten Mal nach derselben Antilope gefragt wird, sondern noch einmal erklärt, woran sich Impala und Kudu unterscheiden.

Woran erkennen Eltern eine familienfreundliche Lodge?

„Kinder erlaubt" und „kinderfreundlich" sind zwei verschiedene Dinge. Eine gute Familienlodge denkt an passende Mahlzeiten, kurze Wege, sichere Familieneinheiten und flexible Aktivitäten.

Besonders wertvoll sind Mitarbeiter, die Kinder einbeziehen. Manche Camps bieten Junior Ranger Programme, Tierquiz, Kochen, Basteln, Spurenlesen oder kurze Naturgänge in sicheren Bereichen.

Diese Fragen stellen wir den Unterkünften:

  • Gibt es echte Familieneinheiten?

  • Werden Kinder auf regulären Pirschfahrten zugelassen?

  • Kann ein privates Fahrzeug organisiert werden?

  • Gibt es flexible Essenszeiten?

  • Welche Kinderprogramme werden angeboten?

  • Ist Betreuung möglich, wenn Eltern an einer Aktivität teilnehmen?

  • Liegt das Kinderzimmer direkt bei den Eltern?

Das Kiri Camp, Monachira Camp und Jack's Camp haben uns als Familie durch die Kombination aus Ausstattung und aufmerksamen Mitarbeitern überzeugt. Leistungen, Familienzimmer und Altersregeln prüfen wir trotzdem vor jeder Buchung neu.

Was kostet eine Safari mit Kindern?

Der Preis hängt vom Land, der Reisezeit, der Zahl der Nächte, dem Alter der Kinder und der Zimmeraufteilung ab. Dazu kommen Parkgebühren, Transfers, Inlandsflüge und gegebenenfalls ein privates Fahrzeug.

Kinderpreise sind nicht einheitlich. Manche Lodges bieten deutliche Ermäßigungen, andere berechnen eine komplette Familieneinheit. Ein privates Fahrzeug erhöht den Preis, bringt mit jüngeren Kindern aber oft mehr Nutzen als eine teurere Zimmerkategorie.

Für eine mehrtägige Safari sollten Familien mit mehreren tausend Euro pro Person rechnen, Selbstfahrerreisen in Südafrika oder Namibia lassen sich dabei meist günstiger planen als eine Fly-in-Safari in Botswana. Einen belastbaren Preis können wir erst nennen, wenn Route, Reisezeit, Alter der Kinder und Unterkunftsstandard feststehen. Mehr dazu in unserem Artikel Was kostet eine Safari in Afrika.

Was sollten Kinder auf Safari dabeihaben?

Ein eigenes, leichtes Fernglas ist für uns wichtiger als zusätzliches Spielzeug. Ansonsten gilt für Kinder dieselbe Grundregel wie für Erwachsene: leichte, atmungsaktive Kleidung in Erdtönen, dazu ein Sonnenhut und ausreichend Sonnenschutz.

Die vollständige Packliste finden Sie in unserem Artikel Safari-Packliste und unsere Kleidungsempfehlungen mit einem eigenen Abschnitt für Kinder in unserem Kleidungsartikel.

Was wir Familien aus eigener Erfahrung raten

Erklären Sie Ihren Kindern vor der Reise, dass Tiere nicht bestellt werden können. Manchmal beobachten Sie morgens um sechs eine Löwenfamilie. Manchmal fahren Sie lange durch den Busch und entdecken dafür Spuren, bunte Vögel oder einen Mistkäfer. Wer nur auf die Big Five wartet, übersieht einen großen Teil der Safari.

Planen Sie nicht für die Familie, die Sie auf Reisen gern wären. Planen Sie für die Familie, die Sie im Alltag sind. Wenn Ihr Kind mittags Ruhe braucht, gehört diese Pause in die Route. Wenn lange Autofahrten schwierig sind, wählen wir ein anderes Land oder bauen einen Flug ein. Wenn Sie beim Thema Malaria kein gutes Gefühl haben, beginnen wir in einer malariafreien Region.

Viele von uns bei Karibu waren mit den eigenen Kindern in Afrika unterwegs. Verena Jenkin kennt Botswana aus dem Familienalltag, Jan Freitag hat die Garden Route mit Kindern getestet und Jessica Schmiedl war mit ihren Töchtern in Kenia. Diese Erfahrungen fließen in unsere Beratung ein.

Meine wichtigste Erinnerung aus Botswana ist nicht nur das Erdmännchen auf dem Kopf meines Sohnes. Es sind die kleinen Momente dazwischen: das Baden im Regen, die Spuren vor dem Zimmer, das Klettern am Fahrzeug und die Mitarbeiter, die uns Eltern mit einem Blick verstanden haben.

Eine Safari mit Kindern muss nicht leise, perfekt organisiert und jeden Tag spektakulär sein. Sie muss zu Ihrer Familie passen.

Lassen Sie uns gemeinsam planen. Persönlich, unverbindlich und aus Erfahrung.

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