Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder eine persönliche Beratung wünschen, finden Sie umfassende Antworten auf unserer allgemeinen FAQ-Seite oder kontaktieren Sie uns direkt.
Südafrika
Reiseinfos
Südafrika gehört zu den vielfältigsten Safari-Ländern Afrikas, und vor der Reise gibt es einige wichtige Fragen zu klären. In unseren Südafrika-FAQs beantworten wir alle wichtigen Fragen, die Sie für Ihre perfekte Safari benötigen. Ob Einreise, Impfungen, beste Reisezeit oder Details zur Tierbeobachtung: Hier finden Sie alles, was Sie gut vorbereitet nach Südafrika reisen lässt.
Allgemeine Fragen zu Südafrika
Südafrika bietet ein vielfältiges Klima, das je nach Region stark variiert. Die Sommermonate von Dezember bis Februar sind in den meisten Landesteilen warm bis heiß, besonders im Inland und im Nordosten mit Temperaturen oft über 30 Grad Celsius. Die Küstenregionen von Kapstadt und Durban genießen in dieser Zeit gemäßigtere Temperaturen. Die Wintermonate von Juni bis August sind im Landesinneren kühl bis kalt, in manchen Gebieten fällt das Thermometer unter null Grad. An der Küste bleiben die Winter milder, besonders an der Ostküste.
Kapstadt und die Westküste haben ein mediterranes Klima mit trockenen Sommern und regnerischen Wintern, während die Ostküste subtropisch und ganzjährig feucht ist. Der Frühling von September bis November und der Herbst von März bis Mai gelten oft als angenehme Reisezeiten mit mildem Wetter. In den Wintermonaten der südlichen Hemisphäre von Juni bis August kommt es immer wieder zu Busch- und Waldbränden, die auch Tourismusgebiete beeinträchtigen können. Starke Regenfälle können zu Überschwemmungen führen, auch in Nationalparks wie dem Krüger-Nationalpark.
Südafrika befindet sich in der Zeitzone Central Africa Time (CAT), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) eine Stunde voraus liegt. Wenn es in Mitteleuropa beispielsweise 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Südafrika bereits 13:00 Uhr. Im Sommer besteht wegen der fehlenden Sommerzeitumstellung in Südafrika keine Zeitdifferenz zur Mitteleuropäischen Zeit.
In Südafrika gibt es insgesamt elf Amtssprachen. Die gebräuchlichste und meist gesprochene ist Zulu.
Englisch und Afrikaans werden im ganzen Land gesprochen und verstanden. Englisch ist die Verständigungssprache. In den meisten Hotels, Restaurants und Touristeneinrichtungen wird Englisch gesprochen. Schon geringe Sprachkenntnisse bringen Sie in Ihrem Urlaub sehr weit. Hier ein paar Sprachbeispiele:
Sawubona – Hallo oder Guten Tag (Zulu)
Yebo – Ja oder Genau (Zulu)
Hamba kahle / Sala kahle – Auf Wiedersehen (Zulu, je nachdem ob jemand geht oder bleibt)
Dankie – Danke (Afrikaans)
Lekker – Toll, schön oder lecker (Afrikaans)
Sharp / Sharp-sharp – Alles klar, in Ordnung, passt schon (umgangssprachlich)
Braai – Grillabend oder Barbecue, sehr typisch für Südafrika
Ubuntu – Gemeinschaftsgefühl, Menschlichkeit („Ich bin, weil wir sind“)
Visum & Dokumente
Für kurzfristige touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen benötigen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige kein Visum. Bei der Einreise wird eine Besuchsgenehmigung ("visitor's visa") für den Zeitraum der geplanten Reise, maximal 90 Tage, erteilt. Hierfür ist ein gültiges Rück- oder Weiterreiseticket nachzuweisen. Der Reisepass muss noch mindestens 30 Tage über die Ausreise aus Südafrika hinaus gültig sein und über mindestens zwei freie Seiten für Sichtvermerke verfügen.
Wichtiger Hinweis: Die Überschreitung der genehmigten Aufenthaltszeit führt automatisch zur "Erklärung zur unerwünschten Person" und einer Einreisesperre von einem bis zu fünf Jahren. Auch wenn eine Verlängerung beantragt wurde, über die noch keine Entscheidung getroffen wurde, gilt dies als Overstay.
Bei Weiterreise in Nachbarländer wie Namibia, Botswana oder Simbabwe und anschließender Rückkehr nach Südafrika müssen bei jeder Ein- und Ausreise zusätzliche freie Seiten im Pass vorhanden sein. Reisende, die den Rückflug über Südafrika antreten, sollten mindestens sechs freie Seiten einplanen.
Bei offenen Fragen zum Visum für Kunden außerhalb der EU beraten unsere Mitarbeiter gerne.
Jedes Kind benötigt ein eigenes Reisedokument mit Lichtbild für die Einreise nach Südafrika. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht anerkannt. Kinderreisepässe, die durch ein Verlängerungs- oder Aktualisierungsetikett aktualisiert wurden, werden bei der Einreise nicht akzeptiert. Ist das Foto veraltet, muss ein komplett neuer Reisepass beantragt werden.
Seit November 2019 gelten vereinfachte Regeln: Minderjährige, die gemeinsam mit mindestens einem Elternteil einreisen, benötigen keine zusätzlichen Dokumente mehr. Das Mitführen einer Geburtsurkunde sowie einer Einverständniserklärung des anderen Elternteils wird dennoch empfohlen, falls nicht beide Sorgeberechtigten mitreisen.
Reist ein Kind allein, sind zusätzlich folgende Dokumente in englischer Sprache erforderlich: eine internationale Geburtsurkunde (oder Geburtsurkunde mit englischer Übersetzung), eine Zustimmungserklärung beider Eltern nach dem Muster "Parental Consent Letter" des südafrikanischen Department of Home Affairs, Passkopien der Sorgeberechtigten sowie bei Alleinsorge ein entsprechender Gerichtsbeschluss oder eine Sterbeurkunde mit englischer Übersetzung.
Botschaft der Republik Südafrika in Deutschland
Tiergartenstraße 18, 10785 Berlin
Tel.: +49 30 22 07 30
Fax: +49 30 22 07 31 90
botschaft@suedafrika.org
www.suedafrika.org
Botschaft der Republik Südafrika in der Schweiz
Alpenstraße 29, 3006 Bern
Tel.: +41 31 350 13 13
Fax: +41 31 351 39 45
consular@southafrica.ch
www.southafrica.ch
Botschaft der Republik Südafrika in Österreich
Sandgasse 33, 1190 Wien
Tel.: +43 1 320 64 93
Fax: +43 1 320 64 93 51
vienna.consular@foreign.gov.za
Gesundheit
Wie auch bei Reisen in andere Fernreiseziele sollten Sie vor einem Urlaub in Südafrika Ihren Hausarzt bezüglich aktueller Impfempfehlungen konsultieren. Bei direkter Einreise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Sollten Sie sich zuvor in einem Gelbfiebergebiet aufgehalten haben oder mehr als zwölf Stunden durch ein solches transitiert sein, benötigen Sie einen Gelbfieberimpfnachweis. Achtung: Das gilt auch für Transit-Stopps über Nairobi oder Addis Abeba von mehr als zwölf Stunden. Bei kürzerem Transit wird eine Gelbfieberimpfung dennoch empfohlen, da Verspätungen oder ungeklärte Transitzeiten bei der Einreise zu Problemen führen können. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Das Malariarisiko in Südafrika ist regional sehr unterschiedlich. Hohes Risiko besteht ganzjährig im Krüger-Nationalpark und den angrenzenden privaten Wildreservaten sowie in den nördlichen und östlichen Grenzregionen zu Mosambik und Simbabwe. Kapstadt, Johannesburg, der Gardenroute und der Westen des Landes sind weitgehend malariafrei. Sprechen Sie vor der Reise mit Ihrem Tropen- oder Hausarzt über eine Malariaprophylaxe, insbesondere wenn Ihre Route den Krüger-Nationalpark oder Nordost-Südafrika einschließt.
Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. Die privaten Krankenhäuser in den großen Städten haben europäisches Niveau, die staatlichen Krankenhäuser fallen dahinter zurück, bieten aber auch im Notfall einen zielorientierten Service. Die ärztliche Versorgung ist in den ländlichen Gebieten nicht so gut wie in den großen Städten. Für ärztliche Leistungen und Krankenhausbehandlung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise erheblicher Höhe zu leisten. Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
Wir wollen die Natürlichkeit Afrikas bewahren. Um die natürlichen Aktivitäten so wenig wie möglich zu stören, sollten Sie sich bei der Tierbeobachtung respektvoll und ruhig verhalten. Folgende Hinweise können lebensrettend sein:
· Anweisungen des Guides unbedingt Folge leisten.
· Verlassen Sie während der Pirschfahrt nicht das Fahrzeug.
· Das Fahrzeug nur an Stellen verlassen, die Ihr Guide als sicher ausweist.
· Keine Abfälle und Zigaretten wegwerfen.
· Camps und Lodges nicht auf eigene Faust verlassen.
· Tiere nicht füttern und erschrecken.
· Aus den Parks nichts mitnehmen, wie z.B. Federn, Knochen etc.
Tipp: Genießen Sie in Stille und lauschen Sie den faszinierenden Geräuschen um sich herum!
Die Camps, Lodges & Hotels verfügen entweder über Moskitonetze über dem Bett oder Mückengitter an Fenster und Türen. In vielen Zimmern stehen Ihnen Mückenraumsprays zur Verfügung. Sollten Sie sich dennoch einmal unwohl fühlen hilft Ihnen gerne ein Mitarbeiter der Unterkunft weiter.
Währung & Bargeld
Landeswährung ist der südafrikanische Rand (ZAR). Debit- (Girocard) und Kreditkarten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, können an ausreichend vorhandenen internationalen Geldautomaten benutzt werden. Die Zahlung mit Kreditkarte ist üblich und gerne gesehen. Bargeld (EUR oder USD) kann in den Metropolen überall gewechselt werden. Beim Geldtausch ist zwingend der Reisepass vorzulegen. Amex und Diners Club werden im südlichen Afrika nur selten akzeptiert und werden deswegen nicht empfohlen.
Banken sind montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr geöffnet, manche Filialen auch samstags von 9 bis 11 Uhr. Viele Banken sind mit einem 24-Stunden-Geldautomaten ausgestattet. Gängige Kreditkarten wie Visa oder Mastercard werden weitgehend akzeptiert, allerdings wird meist eine Gebühr von 5 bis 7 Prozent erhoben. Debit- und EC-Karten (Girocard, Maestro) können an internationalen Geldautomaten in Südafrika genutzt werden. Die Telefonnummer, um eine Kreditkarte zu sperren, lautet: +49 116 116.
Achtung: An Geldautomaten kommt es immer wieder zu Manipulationen oder Trickbetrug durch Personen, die vorgeben, beim Geldabheben behilflich sein zu wollen. Lassen Sie sich nie helfen und schützen Sie Ihre PIN sorgfältig.
Obwohl Trinkgelder nicht verpflichtend sind, werden sie weltweit als Zeichen der Wertschätzung anerkannt. In Restaurants oder bei Taxifahrten sind 10 Prozent der Gesamtrechnung angemessen. Gepäckträger freuen sich über 2 Rand pro Gepäckstück.
In den meisten Lodges und Camps gibt es eine Trinkgeldbox an der Rezeption. Wir empfehlen 50 bis 100 Rand pro Gast und Tag für die Trinkgeldbox, das Geld wird dann unter dem Personal aufgeteilt. Für Ihren Guide auf Safari empfehlen wir ebenfalls 50 bis 100 Rand pro Gast und Safari.
Strom, Telefonie & Internetversorgung
Die Stromspannung in Südafrika beträgt 230V, 50 Hz. Südafrika nutzt eigene Steckertypen: Typ M (drei große runde Stifte, der klassische südafrikanische Standard), Typ N (drei runde Stifte in Dreieckform, der neuere Standard) sowie Typ C (Eurostecker, in neueren Gebäuden und Hotels häufig vorhanden). Ein Adapter ist daher für Geräte aus Deutschland empfehlenswert; viele Hotels bieten Adapter an der Rezeption an. Die Spannung von 230V entspricht der deutschen Norm, ein Spannungswandler ist in der Regel nicht nötig.
Wichtiger Hinweis: In Südafrika kommt es regelmäßig zu Stromabschaltungen ("Loadshedding"). Die meisten Hotels und Lodges haben Generatoren, um Ausfälle zu überbrücken, aber es empfiehlt sich, wichtige Geräte vorsorglich aufzuladen.
Die Vorwahl aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Südafrika ist +27, nach Deutschland wählt man +49, nach Österreich +43 und in die Schweiz +41. Wenn Sie ein Mobiltelefon eines Anbieters mit Roaming-Abkommen besitzen, können Sie das dortige Mobilfunknetz nutzen, das eine sehr gute Abdeckung im ganzen Land hat. Bei Bedarf kann eine SIM-Karte am Flughafen erworben werden. Während der Safari und in den Camps, insbesondere in abgelegenen Gebieten, kann nicht immer gewährleistet werden, dass Sie eine zuverlässige Mobilfunkverbindung haben.
Sicherheit
Sprechen Sie umgehend mit der Reiseleitung vor Ort. Sie können Ihren Guide ansprechen, die Kontaktperson auf dem jeweiligen Voucher oder die Reiseleitung im Hotel kontaktieren. Dort wird man sich bemühen, eine Lösung zu finden. Falls sich das Problem nicht vor Ort lösen lässt, können Sie sich jederzeit an unsere 24-Stunden-Hotline +49 151 23 58 04 04 wenden.
Auf Safari, in Lodges und Nationalparks ist die Lage für Touristen in der Regel entspannt. In den Städten, insbesondere in den Innenstädten von Johannesburg, Kapstadt und Durban, ist erhöhte Wachsamkeit geboten. Die Kriminalitätsrate bleibt auch 2026 auf sehr hohem Niveau und umfasst Raubüberfälle, Diebstähle und Einbrüche. Besondere Vorsicht gilt bei Nutzung von App-Fahrdiensten wie Uber: Es sind Fälle bekannt, in denen insbesondere allein reisende Frauen unter Drogen gesetzt oder Opfer von Übergriffen wurden. Bestellen Sie Fahrdienste nur aus gesicherten Bereichen und teilen Sie Ihre Fahrtdaten mit jemandem.
Weitere konkrete Empfehlungen: Tragen Sie Wertsachen nicht sichtbar. Halten Sie im Auto stets Fenster geschlossen und Türen von innen verriegelt, lassen Sie keine Gegenstände sichtbar im Fahrzeug liegen. Vermeiden Sie Innenstädte nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß. Deponieren Sie Wertsachen im Hotelsafe und führen Sie eine Reisepasskopie getrennt vom Original mit.
Reisevorbereitung
Für Safaris und Wildbeobachtungen werden neutrale Farben empfohlen, die sich nicht zu sehr von der Busch- und Waldumgebung abheben. Für plötzliche Temperaturänderungen oder Regen sollte Sie eine leichte Jacke und/oder Pullover im Gepäck haben. Von Mai bis September können die Temperaturen nachts bis unter null Grad Celsius abfallen, so dass unbedingt warme Pullover und Jacken erforderlich sind, insbesondere für Pirschfahrten am Morgen und Abend. Geschlossene, bequeme Wander- oder Turnschuhe sind ganzjährig ein Muss.
Bitte bringen Sie unbedingt ein TSA-Kofferschloss an Ihrem Gepäck an. Sollten Gegenstände in Ihrem aufgegebenen Gepäck fehlen ist es zwingend erforderlich, dass Sie bevor Sie den Flughafen verlassen den Verlust gemeldet haben, sonst kann die Airline keinerlei Haftung übernehmen. Bitte beachten Sie, dass keine Haftung übernommen werden kann für zerbrechliche oder verderbliche Gegenstände, Lebensmittel, Kunstgegenstände, Geld, Schlüssel, Schmuck, Edelmetalle, Computer, Kamera (inkl. Objektive), Medikamente, Mobiltelefone, persönliche elektronische Geräte, Wertpapiere oder andere Wertgegenstände, Geschäftsdokumente, Pässe und andere Ausweispapiere oder Muster, etc. in Ihrem aufgegebenen Reisegepäck.
Wir sehen das Vermeiden von Plastik als wichtigen Schritt für die Umwelt und möchten Sie gerne darin bestärken, auf Plastiktüten zu verzichten. Bitte nutzen Sie stattdessen Papier- oder Stofftaschen.
In Südafrika selbst gilt kein generelles Plastiktütenverbot für Touristen. Wer jedoch Kombireisen mit Kenia, Ruanda oder Tansania unternimmt, sollte für diese Länder unbedingt die dort geltenden strengen Verbote beachten, die auch für Handgepäck und Duty-Free-Tüten gelten.