10.10.2019 | NEWS AUS AFRIKA

Ein Wichtiges Thema - Wasserknappheit in Afrika

Wie knapp ist Wasser in Afrika?

Gewässer, Flüsse und Seen gibt es in Afrika einige der größten der Welt. Doch Trinkwasser ist in den meisten Regionen schwer zu finden!

Nil, Kongo und Niger, diese Namen kennt nahezu jeder. Diese Flüsse bewegen sich quer durch Afrika. Der Viktoriasee ist der zweitgrößte Süßwassersee der Welt. Die Länder Uganda, Tansania und Kenia teilen sich dieses Gewässer. Einer der größten Seen Afrikas, der Tanganjikasee, erstreckt sich über vier Länder; Kongo, Burundi, Tansania und Sambia. Der drittgrößte See auf dem Kontinent teilt Malawi und Mosambik, der Malawisee. All diese Gewässer schauen nicht nur schön aus und bieten Touristen wunderschöne Bootstouren, sie sind auch lebens- und überlebenswichtig für die Bevölkerung. Der tägliche Wasserbedarf wird gedeckt, der Fischfang schafft Arbeitsplätze und ernährt die dort lebende Bevölkerung sowie einige Wasserkraftwerke erzeugen Strom.

Doch kennt wohl jeder die Bilder der Kinder und Frauen, die aus weit entfernten Brunnen und Wasserläufen das Wasser in Eimern nach Hause schleppen. Es leben auf dem Kontinent immer noch 582 Millionen Menschen ohne sauberes Wasser, bzw. Wasserzugang. Das verschmutzte Wasser, das den Menschen hier zur Verfügung steht, führt oft zu Krankheiten in der Bevölkerung. Und das ist nicht das einzige Problem. Die Ernten der Bauern vertrocknen und Nutztiere verdursten. Die Folge hiervon, Hungersnot im Land. Auch die Körperhygiene leidet unter dem Wassermangel oft sehr.

Leider ist der technische Stand in Afrika immer noch nicht so weit, um alle vorhandenen Wasserquellen zu nutzen. Das wenige Regenwasser wird noch kaum gesammelt. Grundwasser liegt oft tief unter der Erde und kann ohne Hilfsmittel wie Wasserpumpen nicht nach oben befördert werden.

Das Hilfsprojekt „Ingenieure ohne Grenzen“ setzt sich dafür ein die Probleme der Wasser- und Energieversorgung in Afrika zu lösen. Im tansanischen Dorf Chonyonyo zum Beispiel wurden 10 Zisternen zum Sammeln von Regenwasser errichtet. So stehen den rund 200 Schülern der nahe gelegenen Schule und den insgesamt 2.000 Dorfbewohnern fließend Wasser zur Verfügung. Hier wurden zwei Probleme auf einmal gelöst. Die Wasserknappheit wurde beseitigt und dadurch der Bildungsmangel aufgehoben. Die Kinder können sich nun wieder auf das Lernen und Spielen, an Stelle des Wasserschleppens, konzentrieren.

Auch die Hilfsorganisation „Viva Con Agua“ unterstützt weltweit Wasserprojekte. Erst im April 2019 wurde der Organisation ein erneuter Preis der Anerkennung, der „About You Award – Kategorie Empowerment“ verliehen. In Afrika unterstützen sie mit ihren WASH-Projekten (Wasser, Sanitär, Hygiene) unter anderem Äthiopien, Uganda, Ruanda, den Sudan, Mosambik und Kenia. Hier werden nicht nur Regenreservoirs, Brunnen und Wasserleitsysteme gebaut. Auch das Menschliche schreibt man groß. Die Mitglieder leisten Aufklärung im Land, besuchen Schulen, spielen Fußball mit den Kindern oder helfen in der Landwirtschaft. Direkt vor Ort organisieren und helfen Viva Con Agua Uganda und Mosambik; engagierte freiwillige Bürger, die ihr Land liebevoll unterstützen.

„Spenden sammeln mit Freude“ ist das Motto des Vereins. Jeder kann natürlich Mitglied werden und spenden. Hier gibt es aber auch die wunderbare Möglichkeit seine persönliche Spendenaktion für Viva Con Agua zu starten. Als Ehrenamtlicher Helfer kann man sich in seiner Region registrieren und z.B. Pfandbecher auf Festivals sammeln… der Erlös kommt natürlich dem Wasser zugute.

 

Wir bitten auch Sie, als Afrika Urlauber, sparsam mit diesem wertvollen Gut Wasser umzugehen! Unterstützen Sie bitte die Bevölkerung, die Tiere und die zahlreichen Helfer!

 

Gerne stehen Ihnen unsere Reiseberater für weitere Informationen zu Hilfsprojekten und Spendenaktionen in Afrika zur Verfügung.

 

Bericht: Sandra Ungermann
Bilder: Helmke Sears; VCA Stefan Groenveld (Mann am Brunnen); VCA Schweiz Mosambik (Gruppenfoto)